Ein kleiner Auszug aus unserer Zunftgeschichte In der offiziellen Rangordnung der Basler Zünfte,
erstmals 1357 festgelegt durch die Ratsbesatzung, figurieren die E. Zunft
zum Goldenen Stern und zum Himmel an 13. Stelle. Die Korporation der Bader
und Scherer sowie der Maler, Glaser, Sattler und Sporer bildete ursprünglich
zusammen eine gespaltene Zunft. Es ist nicht bekannt, wann diese vom Bischof
ihre Sanktionierung erhalten hat, da der Stiftungsbrief im Erdbeben von
1356 verloren gegangen ist. In der noch erhaltenen Stiftungsurkunde der
E. Zunft zu Schneidern von 1260 wird jedoch erwähnt, dass schon damals
fast alle Handwerker der Stadt in Zünften organisiert waren. Man
darf demnach die Zeit der Entstehung der beiden Korporationen in die Mitte
des 13. Jahrhunderts legen und hat sie auf 1260 datiert. 1361 wurde durch
Bürgermeister und Rat der Stadt Basel die ursprünglich niedergelegte
Zunftordnung bestätigt. Dabei wies man darauf hin, dass es sich um
die Erneuerung von Satzungen handle, welche die Zunft von Anbeginn gehabt
habe. Der Name der Zunft war ursprünglich berufsbezogen, doch wurde
er durch den Namen des Zunfthauses verdrängt. In der Gesamtzunft
waren ursprünglich sehr verschiedene Handwerker vereinigt, die gemeinsam
die Trinkstube ‹zum Himmel› an der Freien Strasse betrieben.
Nicht lange währte diese Harmonie. Die Scherer erweiterten ihre Tätigkeit
des Bartscherens und des Aderlassens zum höher eingestuften Beruf
der Wundarznei. Sie trennten sich von den Malern, Sattlern und Sporern
und erwarben 1398 ein eigenes Haus «zum guldinen Sternen»
(an der Stelle, wo heute an der Freien Strasse der Coop City «Pfauen»
steht), das der gespaltenen Zunft ihren Namen gab. Man besass jetzt eine
eigene Ordnung und Verwaltung, verblieb aber zunftmässig bei der
anderen gespaltenen Zunft zum Himmel. 1841 wurde in diesem Haus die «Nationalzeitung»
gegründet, und die Liegenschaft verblieb in den Händen der Zunft
bis 1889. Der Zunftvorstand veräusserte dannzumal das Haus an ein
Zunftmitglied, das kurz danach den Abbruch veranlasste. Seither besitzt
die Zunft kein eigenes Haus mehr, sondern hat aufgrund einer engen Freundschaft
mit der E. Zunft zu Webern Gastrecht auf ihrer Zunftstube in der Steinenvorstadt.
An der Fassade prangt seither das Wappen des Goldenen Sterns und der Zunftvorstand
hält dort seine Sitzungen ab.
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